saxophones flutes composition
JOERG KAUFMANN QUARTETT
saxmachine
music from West side story
Joerg Kaufmann: tenor-saxophone, soprano-saxophone
Mathias Haus: vibraphone
Stefan Rademacher: bass
Kurt Billker: drums
Im November 1997 fanden sich das „Jörg Kaufmann Trio“, der Vibraphonist Matthias Haus und der Weltklasse-Trompeter Bobby Shew zu einer ungewöhnlichen Studio-Session zusammen.
Aufgenommen wurden Songs und Instrumentalstücke aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ in von Jörg Kaufmann arrangierten neuen Fassungen.
Dabei war es von Anfang an Kaufmanns Absicht, trotz veränderter rhythmischer und harmonischer Strukturen, möglichst nahe am Original zu bleiben. So sind neuartige, frische Arrangements enstanden, die einen individuellen Gruppensound entstehen lassen, aber auch genügend Freiraum für solistische Aktivitäten der einzelnen Musiker bieten.
Obwohl dies nicht der erste Versuch einer Jazzadaption dieses genialen Musicals ist – Oscar Peterson oder auch David Liebman gehören zu den Musikern, die die „West Side Story“ jazzgemäß interpretiert haben – spielt das „Jörg Kaufmann Trio“ zusammen mit seinen beiden Gästen innerhalb eines stilistischen Bereichs, in dem sich keine der bisherigen Jazzaufnahmen der „West Side Story“ bewegt:
Elemente aus Jazzrock, Hip Hop und akustischem Jazz verschmelzen zu einem individuellen Ganzen.
Die Aufnahmen von 1997 wurden im Herbst 2003 komplett neu überarbeitet und gemischt und sind im Frühjahr 2004 als CD „Cool-Music From West Side Story“ erstmals veröffentlicht worden.
„Saxmachine“ ist ein ganz neues Projekt. Ursprünglich als Studioprojekt konzipiert, bei dem moderne Grooves aus dem„Acid Jazz“-Bereich mit Sampletechnik und „echten“ Saxophonen verbunden wurden, hat sich aus dieser Idee ein Bandkonzept herauskristallisiert, das den Livecharakter der Produktion hervorheben soll.
Drei Saxophonen (zwei Tenorsaxophone, ein Bariton) steht eine „Electric Rhythm Section“ (Keyboards, Bass, Schlagzeug) gegenüber. Somit ergibt sich ein interessantes musikalisches Spannungsfeld zwischen Acid-Jazz, Fusion, Techno und traditionellen Jazzstilen wie Bebop oder modalem Jazz.
Die Musik von „Saxmachine“ ist sehr groovebetont, ohne einen hohen rhythmischen, melodischen oder harmonischen Anspruch zu vernachlässigen. Jazztypische Themen, Melodien und Formen werden von aktuellen Grooves ohne stilistische Einschränkungen getragen, wobei auch improvisatorischen Aktivitäten ein breiter Raum eingeräumt wird.
Zur Zeit existiert noch keine feste Besetzung für das Projekt „Saxmachine“. Ich bin bei der Entwicklung eines übergreifenden Konzeptes, welches neben Livekonzerten auch elektronische Studioproduktionen, Play-Alongs, Arrangements usw. umfasst, die beispielsweise im musikpädagogischen Bereich verwendet werden können. Ein brandneues Hörbeispiel ist hier zu finden.
Mein neues Quartett setzt sich zusammen aus Joerg Kaufmann, Tenorsaxophon; Axel Fischbacher, Gitarre; Matthias Akeo Nowak, Bass und Nils Tegen, Schlagzeug. Alle Kompositionen stammen von mir und knüpfen inhaltlich mehr an den Cool Jazz eines Lennie Tristano als an Hardbop oder Postbop an, obwohl die Bezeichnung „cool“ hier nicht zutrifft. Das musikalische Konzept beinhaltet vor allem das improvisatorische Element, neben den rhythmischen Besonderheiten das ausschlaggebende Stilprinzip im Jazz.
So beziehen sich alle Kompositionen auf Standards oder auch Originals und dienen als Improvisationsgrundlage, wobei sich „Improvisation“ nicht nur auf den jeweiligen Solisten bezieht, sondern auf die gesamte Band. Auf diese Weise sollen musikalische Spannungsfelder geschaffen werden, die sich bei jedem Konzert völlig neu aufbauen und zusammensetzen.